Im Wohnungsbau dreht sich z.Zt. fast alles um das Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz. Neben viel Aktionismus im Bereich der Gebäudedämmung und Bemühungen bei der Optimierung der technischen Wärmeerzeugung aus bekannten, leider aber endlichen Energiequellen rückt der Focus, sprichwörtlich formuliert, immer stärker der Sonne entgegen. Neben Photovoltaik und Solarthermie liegt als ein weiteres Energiepotential ein fast noch unbeachteter Effekt brach, nämlich der solarthermische Energiegewinn durch große Glasscheiben. Führte bislang der Weg zu größeren Glasflächen im Wohnungsbau in erster Linie über ästhetische Ansätze einer architektonisch gewollten Großzügigkeit, so erhält nun dieser Ansatz unter dem Aspekt weiterer Primärenergieeinsparung zusätzliche Bedeutung.
Die vorliegende Dissertation untersucht dieses Thema ausführlich und versucht Chancen, Widersprüche und Potentiale auszuzeigen, was man aus der "guten alten" Sonne noch so alles herausholen kann. Natürlich ist mal wieder alles komplizierter, als man zunächst vermuten könnte. Mehrfamilienhäuser sind heutzutage komplexe Systeme, wobei alle Aspekte der Gebäudegeometrie, Materialauswahl und Haustechnik ineinander zerzahnt zu betrachten sind, wenn man hieraus verwertbare Erkenntnisse gewinnen möchte. Eine fundierte Analyse ist heutzutage nur noch mit Hilfe von modernen Software-Simulations-Programmen möglich, die bei der Untersuchung eine grundlegende Rolle gespielt haben. Doch was nützt alle Theorie ohne Praxis? Das sowohl technisch hochmoderne als auch energetisch feinstofflich innovative Neubauprojekt VASATI 2.0 stand bei den umfangreichen drei Jahre dauernden Analysen Pate.
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