HildeGarten

 

Das Konzept eines vollständigen Apothekergartens, der auf den vielfältigen heilkundlichen Anwendungsgebieten einer solchen Pflanzensammlung basiert, bildet das fachliche Rückgrat unseres wohnungswirtschaftlichen Heilgartens.

Mehr als 80 unterschiedliche Heil- und Küchenkräuter sind hier je nach Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnissen in unterschiedlichen Beet-Strukturen angeordnet.

Die wohlbekannten Nutzungs- und Anwendungsgebiete dieser Pflanzenwelt - wer weiß nicht, wann z.B. Kamille hilft - haben wir auf unseren wohnungswirtschaftlichen Kosmos übertragen und betrachten so mögliche, wahrscheinliche und unwahrscheinliche Wirkungsweisen stets augenzwinkernd aus einem völlig neuen Blickwinkel.

Unser Heilgarten, den wir sowohl in Anlehnung an die berühmte Äbtissin Hildegard von Bingen als auch durch die Nähe zur Hildesheimer Straße nun "HildeGarten" genannt haben, bietet dem Interessierten eine bislang unbekannte Perspektive auf die Einsatzmöglichkeiten von Kräutern und Pflanzen im zwischenmenschlichen Nahkampfbereich.

Um in den HildeGarten zu gelangen, muss der Besucher erst einmal - im wahrsten Sinne des Wortes - eintauchen in die Welt der duftenden Kräuter; ein inszenierter Perspektivwechsel, um sich am Ende eines schmalen Pfades mitten im Zentrum des Gartens wieder zu finden.

Auf dem Weg dorthin wird er von einer Schlange begrüßt, die ruhig wachend unseren Garten behütet. Die Muschelkalk-Skulptur wurde von dem Bildhauer Karsten Baltes geschaffen. Sie bildet den erlebten Mittelpunkt des HildeGartens.

Von hier aus lässt sich der Garten erkunden, auf wassergebundenen Wegen oder über mit historischem Sandsteinpflaster gestalteten Teilbereichen. Eingearbeitete Holzbänke bieten Gelegenheit zum Verweilen, Betrachten und Erfahren eines ganz neuen Umganges mit Altbekanntem.

Die Struktur der mit Sandstein gefassten Hochbeete ist der barock geometrischen Formensprache entliehen und bringt wohltuende Ruhe in ein üppig wucherndes Sammelsurium mitteleuropäischer Heilpflanzen.

Auf eigens gestalteten Schildern erfährt so auch der bewanderte Kräuterkundler Unbekanntes und Erstaunliches über die Verwendungsmöglichkeiten allseits vertrauter Heilpflanzen. Dabei ist Humor ein nützlicher Proviant, der in Form von Kichererbsen gleich am Eingang von jedem Besucher mitgenommen werden kann.