Nachschlag

Vielleicht hat sich die Natur dabei etwas gedacht.

Ein gesunder, normaler Mensch braucht für ein bodenständiges Leben zunächst keine bewusst reflektierten übersinnlichen Wahrnehmungsqualitäten. In einem jahrtausendelangen Evolutionsprozess sind wir daraufhin optimiert worden, zu überleben und uns weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch, dass die Natur für alle unsere Wahrnehmungssensoren sehr effiziente Filterstrukturen entwickelt hat, die uns das Leben überhaupt erst ermöglichen. Wenn wir alles sehen, hören, fühlen und wahrnehmen könnten, was über unseren kleinen eingeschränkten Existenzradius hinausgeht, würden wir innerhalb kürzester Zeit in einer Flut von Daten, Informationen und Reizen regelrecht absaufen. Dieser relativen Eingeschränktheit haben wir es zu verdanken, dass wir auch mal unbekümmert und glücklich sein können. Ohne diese Filter wären wir der Selbstzerstörung durch Überforderung hilflos ausgeliefert. Das ist unser Bauplan. Im Laufe des Lebens verändern wir uns allerdings. Damit sind nicht oberflächliche Falten oder vereinzelte graue Haare gemeint, sondern Krankheiten, Unfälle, Lebenskrisen und hormonelle Veränderungen, die letztendlich für jeden unvermeidbar sind. Es sind selten kontinuierliche Veränderungen, sondern häufig ungeplante Sprünge in unserer Lebensbiografie, die unser übersinnliches Filtersystem beeinflussen. Meist durch intensive Krisen ausgelöst, wird dann bei vielen Menschen eine Bereitschaft zur außersinnlichen Wahrnehmung stimuliert. Ein schwerer Unfall oder eine schwere Krankheit, vielleicht sogar noch ein unfreiwilliges Nah-Tod-Erlebnis spielen oft eine ganz besondere Rolle beim spontanen Auftreten übersinnlicher Fähigkeiten. Ob man nun von einer segensreichen Öffnung im spirituellen Sinne oder im biomechanischen Sinne von einer Ermüdung beziehungsweise einem Funktionsdefekt des Filtersystems spricht, ist eigentlich vom Ergebnis her egal.

Weiterhin gibt es viele anschauliche Beispiele, wenn Menschen auf der einen Seite angeborene geniale Strukturen in sich tragen, die auf eine paranormale Sensorik zurückzuführen sind, aber auf der anderen Seite im zitierten Filtersystem eine deutliche Mutation beziehungsweise ein Defekt ebenso unübersehbar ist. Nicht jeder hätte gerne mit Mozart getauscht, der zwar ganze Symphonien aus dem Kosmos downloaden konnte, aber früh an den Folgen seiner eigenen Lebensuntauglichkeit verstarb. Ein Autist hat zwar die Fähigkeit, in kürzester Zeit ein dickes Telefonbuch auswendig zu lernen, kann sich aber keine Pizza bestellen. Der erwachsene normale Mensch in der Blüte seines Lebens hat üblicherweise keinen bewussten Zugang zu den feinstofflichen Feldebenen dieser Welt, da alle Filtersysteme optimal funktionieren und ihm dadurch der Zugang zu seinem eigenen Wohle verwehrt wird.

Wer nichts Übersinnliches erfahren kann, wer von der Natur optimal eingestellt ist, der denkt auch aus voller Überzeugung, dass es nichts gibt. Dies ist gesund. Seien wir also froh, dass die Mehrheit der Menschen so denkt, wie sie denkt, auch mit allen Begleiterscheinungen der Übersinnlichkeit gegenüber.

Wir können zwar die Wahrnehmung feinstofflicher Energieebenen unbewusst wegfiltern, aber nicht deren Existenz. Jeder ist und bleibt in diese für unsere fünf ordentlichen Sinne unsichtbaren Informations- und Energiefelder eingebunden. Lassen Sie sich weiterhin überraschen - es wird noch einiges passieren!

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Über die Ungerechtigkeit übersinnlicher Wahrnehmungen und was daran gut ist.

Eigentlich ist das Wichtigste bereits gesagt worden. Die eine oder andere Frage beziehungsweise das eine oder andere Geschmäckle wird wohl bei den umfangreichen Ausführungen zum Thema Sixth Sense Living noch übrig geblieben sein. Als einen kleinen Bonus bieten wir nun noch ein paar kleine Antworten auf Fragen an, die eigentlich keiner gestellt hat. Warum haben nicht alle Menschen gleichermaßen die Fähigkeit, mehr oder weniger Übersinnliches bewusst zu erfassen? Vermeintliche Virtuosen und unschuldige Banausen sitzen nun unter gegenseitigem Verdacht im gleichen Boot. Wenn die einen nicht so sehr glauben würden, dass es bei ihnen fürchterlich dunkel wäre, und wenn die anderen nicht auch hin und wieder mal Erleuchtung mit Verblendung verwechseln würden, gäbe es PSI als Neid- oder Hassfaktor nicht und alle könnten vom Nutzen dieser Erscheinung profitieren.